Samstag, 4. März 2017

mein Sommer

Schon wieder 3 Monate sind vergangen, ohne einen Eintrag von mir.
Ich glaube im Sommer ist einfach zu viel passiert, als dass ich Ruhe hatte einen Text für meinen Blog zu verfassen. Es ist aber auch zu vieles passiert, um es in Worte zu fassen.

Mein Sommer hat mit Weihnachten angefangen. Klingt komisch; das war es auch. Durch das ungewohnte, warme Wetter fehlte mir jegliche Weihnachtsstimmung, da hat es auch nicht viel geholfen, dass ich zum 1. Mal keinen Adventskalender hatte. Meine Familie hat mir erzählt, dass sie die letzten Jahre für Weihnachten nicht dekoriert hatten. So lieb wie sie sind, und weil sie gemerkt haben, dass mir die Deko wirklich fehlt, haben wir doch ein wenig dekoriert. Da es hier in Brasilien keine Tannen gibt, ist es ganz normal einen Plastik-Weihnachtsbaum zu haben. Etwas ungewöhnlich für mich, es hat trotzdem riesen Spaß gemacht, ihn zusammen mit meiner Schwester zu dekorieren.
Weihnachten selber haben wir zuhause verbracht, zusammen mit der Familie meiner Gastmama. Wir sind nicht zur Kirche gegangen, da meine Gasteltern zwar gläubig sind, aber nichts von der Kirche in Brasilien halten. Gefeiert wurde stattdessen mit ganz viel Essen zuhause. Es war eine komplett neue Erfahrung für mich.
hier seht ihr meine Gastfamilie an Weihnachten :)
Das nächste große Ereignis war dann Silvester. Meine Schwester und ich haben ein Churrasco (Grillfest) bei uns zuhause veranstaltet, zu dem wir unsere Freunde eingeladen haben. 24 Uhr haben wir am Strand erlebt, sind noch lange dort geblieben, zuhause im Pool gewesen und zum Sonnenaufgang waren wir wieder am Strand. Auch am 1.1 gab es Churrasco und es sind nochmehr Freunde gekommen. Weil wir erst Abends wieder schlafen konnten, war es ein sehr anstrengendes, aber unfassbar tolles und für mich unvergessliches Silvester.
31.12.16


Im Januar haben mich dann zwei andere Austauschschüler, die ich schon von meiner Vorbereitungstagung aus Deutschland kenne und die ihr Auslandsjahr ebenfalls in Brasilien, allerdings im Staat Bahia verbringen, besucht. Geplant war eigentlich nur, dass Dario zu besuch kommt, als Antonio dann aber zufällig mit seiner Gastfamilie in Rio war, hat er sich Amanda, Dario und mir angeschlossen. Wir haben tolle Tage als Touristen in Rio verbracht und hatten auch sehr viel Spaß hier in Maricá. Ich vermisse die Beiden doch ziemlich, einfach weil wir eine wirklich tolle Zeit hatten und uns so gut verstanden haben. Von einer Geburtstagsparty, über die Christus-Statue im Nebel und den Zuckerhut bis zu langen Abenden am Strand haben wir Alles zusammen erlebt. 
Der gesamte Schriftzug "Rio te amo" (Rio ich liebe dich) befindet sich an der Hafenküste Rios vor dem Museum de Amanha (Museum von Morgen), welches wir besuchten und in dem es um die Gesellschaft geht, in der wir leben.

Meine Gastschwester und ich vor einem der vielen Graffitis im Stadtviertel, in dem sich auch das Museum befindet.
Da es ein Touristenviertel ist, gibt es dort auch viele Straßenkünstler mit denen man Fotos machen kann. 

Ebenfalls in dem Viertel, in dem sich auch ein riesiges Aquarium befindet (Auquario), von welchem ich allerdings  leider etwas enttäuscht wurde, da ich mir einfach mehr von unserem Besuch dort erwartet hatte.

Hier seht ihr uns im Künstlerviertel Santa Theresa, in dem sich die berühmten bunten Treppen befinden, die von einem Mann alleine gefliest wurden. 

Der Ausblick vom Zuckerhut auf die Stadt Rio :)

Die Woche darauf haben meine Geschwister aus Deutschland mir in Maricá einen Überraschungsbesuch abgestattet. Ohne es mir zu erzählen, hatten sie seit dem ersten Weihnachtstag Urlaub in Rio gemacht. Ich war komplett überwältigt und habe die Zeit mit ihnen sehr genossen. Es war toll zu sehen, wie meine beiden Familien sich trotz Sprachproblemen so gut mit einander verstanden haben. Wir hatten eine super tolle Woche in Maricá, in der wir viel Acai gegessen haben. 

Mein 1. gemeinsames Acai mit meinen Geschwistern <3

Am Tag der Abreise meiner Geschwister :)
Auch den Rest meines Sommers habe ich sehr genossen. Nach den Ferien hatte ich 2 oder 3 Wochen Schule, dann kam aber auch schon Carnaval (Karneval), welches ich mit Freunden und Amanda in Maricá verbracht habe. Wenn man nicht gerade auf einen Samba-Bloco in Rio geht, unterscheidet sich Karneval hier nicht viel von Karneval in Deutschland. Es gibt verschiedene Blocos, auf welchen Live Musik gespielt wird. Manche von ihnen haben bestimmte Themen, wie der Bloco da Gabriela, bei welchem sich Frauen als Männer und andersrum verkleiden. Ich hatte eine tolle Zeit, auch wenn ich Abends nie lange draußen war, da es dann sehr gefährlich werden kann.
Hier seht ihr meine Gastschwester und mich an unserem ersten Karnevalstag in unseren Lastminute-Verkleidungen. 


Ich genieße meine Zeit hier in vollen Zügen und kann es gar nicht richtig glauben, dass ich schon in 3 1/2 Monaten nach Deutschland zurück fliegen werde.
Bis dahin wird aber noch eine ganze Menge passieren. Zum Beispiel werde ich diesen Monat eine Reise zu den Iguassu Fällen im Staat Paraná machen, auf die ich mich sehr freue.
Davon lest ihr sicher etwas im nächsten Blogeintrag, den ich hoffentlich nicht erst in Deutschland schreiben werde. ;) 

Miriem

Mittwoch, 16. November 2016

100 Tage Brasilien

Die Blogeinträge einiger anderer Austauschschüler haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich nun schon 100 Tage also schon über 3 Monate in Brasilien bin. Es wirkt so lang und gleichzeitig so kurz. Ich habe so vieles erlebt, eine wundervolle Familie gewonnen, mit der besten Gastschwester, die ich mir hätte vorstellen können und meine Freundinnen sind mir schon richtig wichtig geworden.
Mein Portugiesisch läuft bereits ziemlich gut. Den Googleübersetzer brauche ich eigentlich gar nicht mehr und ich rede mit Niemandem in Englisch. Nur mit meiner Schwester passiert es mir immer wieder, dass mir mitten im Gespräch auffällt, dass wir uns auf Englisch unterhalten. Aber wir geben beide unser Bestes, uns auf Portugiesisch zu begrenzen. 
In der Schule verstehe ich immer mehr, aber definitiv nicht Alles. Weswegen ich wirklich froh bin, dass meine Tests und die noch anstehenden Arbeiten für mich nicht wichtig sind. Trotzdem schreibe ich sie und gebe mir mühe, wenigstens etwas richtig zu beantworten. Die Tests sind im größten Teil nur Multiple-Choice, was für mich zwar etwas gutes ist, da ich auch durch raten eventuell Punkte bekomme, aber als Form für meine Tests und Arbeiten in Deutschland wäre ich kein Fan davon, da ich es einfach als nicht fordernd genug ansehe. Allgemein denke ich nicht allzu positiv über das brasilianische Schul- und Bildungssystem. Es gibt öffentliche und private Schulen. Durch den Austausch mit anderen "alunos de intercambio", wie man die Austauschschüler hier nennt, weiß ich, dass es bei dem Schulstoff große Unterschiede zwischen privaten und öffentlichen Schulen gibt. Bis auf ein paar wenige gute, öffentliche Schulen, für die man sich bewerben und einen bestimmten Notenschnitt beibehalten muss, ist die wirkliche Bildung eigentlich nur der Mittel- bis Oberschicht überlassen. 
Aber nun, zu ein paar Einblicken, in was ich bisher bereits erleben durfte. 
Meine Ankunft bei meiner Gastfamilie, leider konnte mein Gastpapa an diesem Abend nicht dort sein.


Meine Familie und ich, vor der Christus Statue in Rio de Janeiro. Leider war schlechtes Wetter und man hatte im Prinzip keine Aussicht, aber es war dennoch ein tolles Erlebnis.
Mein Gastbruder und ich an der Copacabana.
Hier bin ich mit meiner Schwester und Mutter, vor dem Haus meiner Großeltern in Rio.



Ein wunderschöner Sonnenuntergang, den ich vor ein paar Tagen am Strand hier in Maricá genießen durfte.
Vor etwas über einer Woche bin ich 16 geworden, was ich mit einem leckeren Kuchen im kleinen Kreis mit meinen Eltern und meiner Area Representantive gefeiert habe. Es war sehr schön, auch wenn mir durch das warme Wetter die aufkommende Weihnachtsstimmung fehlt.

Ich bin super glücklich hier, da ich immer selbstständiger werde und wie bereits erwähnt, schon tolle Freundinnen gefunden habe. Aber natürlich vermisse ich meine Freunde und meine Familie aus Deutschland. Aber so richtiges Heimweh hatte ich bisher zum Glück erst ein Mal.

Liebe Grüße und vielleicht warte ich mit dem nächsten Eintrag nicht wieder all zu lange, 
Miriem, oder Mi, wie mich alle hier nennen. 


Mittwoch, 28. September 2016

Oi! 
Mein letzter Beitrag ist nun schon wieder über einen Monat her und heute möchte ich euch gerne von der Schule in Brasilien erzählen.
Ich gehe auf eine kleine, private Schule in meiner Stadt. 
Bisher wurde mir immer gesagt, dass Schulklassen immer sehr groß seien, 
in meiner gibt es allerdings nur 16 Schüler und in jedem Jahrgang nur eine Klasse.
Wie an jeder Schule Brasiliens gibt es eine Schuluniform. 
Auch an den öffentlichen. Mir wurde erklärt, dass sie dort vom Staat bezahlt wird, wodurch ärmeren Familien natürlich sehr geholfen wird. 
Ich habe absolut nichts gegen eine Uniform auszusetzen. 
Jedoch wird das Ganze an meiner Schule auch nicht gerade streng gesehen, da man, ohne, dass es Jemanden interessiert, auch andere Kleidung tragen kann, als das weiße Schultshirt und die blauen Sportshorts. 
Der Unterricht ist rein frontal und die Schüler werden so gut wie nie mit einbezogen. Gruppenarbeiten gibt es nicht und Hausaufgaben werden kaum überprüft.
Es ist den Lehrern relativ egal, ob die Schüler ihnen zuhören. 
Allgemein ist der Unterricht sehr locker und es wird sich zwischendrin zusammen mit dem Lehrer über Dinge unterhalten, die absolut nichts mit dem Thema zu tun haben.
Allgemein ist die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler sehr freundschaftlich; man nennt ihm beim Vornamen und zur Begrüßung wird sich teilweise auch umarmt.
Die Schüler sind alle sehr offen und freundlich und versuchen, trotz der sprachlichen Probleme, sich mit mir zu unterhalten. Das Problem ist, dass die meisten brasilianischen Schüler kaum bis gar kein Englisch können, obwohl es an den Schulen unterrichtet wird.
Bei mir sieht es derzeit noch relativ schwierig aus mit dem Portugiesisch, aber ich gebe mein bestes, mich zu verbessern. 
Die Schule geht von halb Acht bis Ein Uhr und ich fahre mit einem Schulvan, der mich abholt und auch wieder nach Hause bringt. 
Nach der Schule habe ich bisher noch nicht all zu viel zu tun, da ich die Hausaufgaben nicht verstehe und es bisher noch schwierig finde, mich mit Anderen zu treffen. 
Aber ich bin sicher, das ändert sich in naher Zukunft. 

Bis dann, 

Miriem 

PS: Falls ihr Fragen habt oder euch ein bestimmtes Thema interessiert, könnt ihr mir gerne hier unter dem Eintrag einen Kommentar schreiben, oder mir eine persönliche Nachricht schicken. 

Montag, 22. August 2016

Am 09.08.16 war es dann soweit. 
Mein Abflug stand bevor. 
Nach einem super leckerem Brunch, ging es zum Düsseldorfer Flughafen. Dort fiel es mir unglaublich schwer meine Familie und meine Freunde nach den ganzen Umarmungen los zulassen. 
Am liebsten hätte ich sie alle mit durch die Sicherheitskontrolle genommen und danach neben mich ins Flugzeug gesetzt, aber wie mir später dann bei meinem aller ersten Flug klar geworden ist, wäre da definitiv nicht genug Platz gewesen. 
Nach insgesamt 14 Stunden Flug und einem Zwischenstopp in München bei dem ich dann alle anderen Austauschschüler getroffen habe, war ich 'plötzlich' an einem riesigen Flughafen in Brasilien.
Von dort ging es in einem unglaublich kaltem Reisebus in die Unterkunft nach Santa Branca. 
Es ist wunderschön dort. Eine Terrasse direkt an einem Fluss, also mit tollem Ausblick, mehre Swimmingpools, sogar einer kleinen Sauna, leckerem Essen und riesigen Schlafräumen. 
Das einzige Manko war die Kälte, von der ich glaube dass sie uns alle überrascht hat, auch wenn wir vorgewarnt wurden. 
Das Problem war einfach, dass die Gebäude nicht gedämmt waren und große Lücken zwischen Wänden und Dächern waren, weswegen wir durchgehend gefroren haben und ich mir auch direkt eine Erkältung eingefangen habe. 
Nach drei Tagen, einer Geburtstagsfeier, obwohl Niemand Geburtstag hatte und viel gemeinsamen Spaß ging es am Samstag dann unglaublich früh in Richtung Gastfamilien. 
Wir wurden auf zwei Flughäfen aufgeteilt und ich durfte bis 16 Uhr dort warten. 
Aber zum Glück war ich nicht alleine, sondern mit einer Austauschschülerin aus Estland, die ich jetzt schon in mein Herz geschlossen habe. 
Der Flug nach Rio de Janeiro war schnell vorbei und nachdem Therese auf ihre Gastfamilie getroffen ist und ich mich von ihr verabschiedet hatte, bin ich zusammen mit einem Freund meiner Gastfamilie, der auch einer der Teamer meiner Orientierung war und sein Auslandsjahr in Deutschland verbracht hat (wie fast alle unserer Teamer. Allgemein waren wir 25 Deutsche und vielleicht 10 aus anderen Ländern) zu meiner Gastfamilie gefahren. 
Als wir dann in der kleinen Stadt direkt am Meer im Staat Rio de Janeiro angekommen sind, war es bereits Abend und dunkel. 
Aber hier wird es, egal welche Jahreszeit ist, immer um 7 Uhr Abends dunkel. 
Meine Gastfamilie hat mich dann super lieb und mit einer Menge Essen, in Empfang genommen. Ich habe durchgehend gezittert, einfach, weil ich so aufgeregt war. 
Mein Zimmer teile ich mir mit meiner Schwester und wir schauen jeden Abend zusammen iCarly. Und obwohl es auf Portugiesisch ist, verstehe ich eine Menge. (Vielleicht auch, weil ich fast jede Folge bereits auf Deutsch gesehen habe.) 
Bisher muss meine Gastschwester das Meiste übersetzen, da meine Gasteltern kein Englisch können und mein Bruder nur sehr eingeschränkt, aber ich merke schon, wie ich immer mehr verstehe.
Die kleine Hündin Preta oder Pretinha hat sich mittlerweile an mich gewöhnt und ich mich auch an sie. 
Meine Gastfamilie hat 6 Schildkröten, aber die kann man nicht auseinander halten, weshalb sie keine Namen haben. 
Dafür hat der kleine Vogel einen Namen, Penelope. 
Bisher am meisten Spaß gemacht, hat es mir, mit meiner Schwester am Strand und in den Dünen Quad zu fahren. 
Aber allgemein liebe ich es, mit meiner Familie Zeit zu verbringen, weil sie Alle unfassbar herzlich sind. 
Vor ein paar Tagen war das Olympia Goldmedallien Spiel im Fußball zwischen Brasilien und Deutschland. Schon zuvor hat meine Schwester es als die Rache für das 7:1 der WM 2014 bezeichnet. Und das wurde es dann auch, da Brasilien gewonnen hat. 
Somit wird in der Schule, die nächste Woche für mich anfangen wird, hoffentlich Niemand mehr über das 7:1 reden.
Ich bin echt aufgeregt wegen meines ersten Schultages, 
aber ich werde das schon schaffen. 
Ich halte euch auf dem Laufenden, 

Miriem


Sonntag, 17. Juli 2016

Da bin ich wieder!
Es sind nur noch drei Wochen bis zu meinem Flug, der mich in dieses Abenteuer bringen wird.
Noch immer ist das Alles so surreal für mich. 
Das realisieren ist einfach irgendwie voll schwer.
Aber das Abschiednehmen noch viel mehr.
Ich würde meine Freunde am Liebsten mit nehmen, damit ich nicht mehr das Gefühl haben muss, sie im Stich zu lassen. 
Aber das ist nicht möglich und ich kann nur mein Bestes geben, von Brasilien aus für sie da zu sein.
Langsam muss ich mich dem Kofferpacken stellen. 
Eine schwere Aufgabe wie ich finde. Woher soll ich zum Beispiel bitte wissen, was ich in diesem Jahr tragen will?!
Wobei es für mich persönlich noch schwieriger war, mich für Stifte zu entscheiden.  
Aus so einer großen Sammlung zu wählen ist wie.. 
..das ist wie sich für ein Land zu entscheiden in dem man für ein Jahr leben wird, super schwer und am Ende kann man nur hoffen die richtige Entscheidung getroffen zu haben. 
Sind das die Töne, die mich glücklich machen werden, weil ich damit ein paar Zeichnungen machen kann, mit denen ich persönlich zufrieden sein kann?
Ist das das Land in welchem ich unvergessliche Erinnerungen sammeln kann?
Aber anders gesehen ist es doch eigentlich keine wichtige Entscheidung. 
Und gar nicht so schwer:
Meine Ideen kann ich doch individuell mit den verschiedensten Farben umsetzten. Es gibt schließlich keine Grenzen oder Regeln. Niemand kann dir sagen, dass das Meer nicht gelb sein kann.
Wenn du kein Blau hast, oder einfach Gelb nehmen willst, hindert dich Niemand daran. 
Und genauso hindert dich Niemand daran, in einem Land unvergessliche Erinnerungen zu sammeln, nur weil sie sich für dieses Land nicht interessieren. 
Letztendlich sammelt man in jedem Land tolle Erinnerungen. Man muss nur das Beste aus Allem machen und zur Not improvisieren. 

Lasst euch von Niemandem sagen, dass euer Meer nicht gelb sein darf und hört nicht hin, wenn jemand behauptet dass die Sonne niemals grün ist. Glaubt an euch, eure Fähigkeit Entscheidungen zu fällen und eure Welt so zu kolorieren, wir ihr es wollt und euer Leben zu leben, wie ihr es für richtig haltet. Schließlich ist es eure Leinwand, euer Papier, euer Leben. Und auf die Meinung von Möchtegern-Kunstlehrern braucht man nun wirklich nicht zu hören. 


Ein kleiner etwas sentimental gewordener Eintrag mit einem im Nachhinein etwas kitschigen und hängenden Vergleich. Aber vielleicht hat es ja Jemandem geholfen. Man weiß nie.
Wenn ihr etwas sachlicheres lesen wollt, empfehle ich euch meinen neuen und ersten Blogeintrag für meine Austauschorganisation YFU: http://blog.yfu.de/miriem/ich-bin-eine-chancenergreiferin

Danke fürs Lesen :) 

Miriem

Mittwoch, 8. Juni 2016

Bom Dia!


Ich melde mich auch mal wieder!
Mittlerweile habe ich meine Gastfamilie. Und ich bin super glücklich.
Meine Gastgeschwister sind 15 und fast 18 und total nett.
Anders als meine Gasteltern, verstehen die zum Glück auch Englisch.
Mein Portugiesisch muss ich definitiv noch verbessern, aber ich bin zuversichtlich.
Es sind noch 62 Tage, bis ich abfliege und langsam bin ich unglaublich aufgeregt.
Meine Freunde und Familie vermisse ich jetzt schon, aber ich bin sicher mit dem Heimweh werde ich klar kommen.
Allein schon, weil die Bilder meiner Stadt, in die ich komme, unglaublich toll aussehen.
Sie liegt direkt am Meer und es gibt mehrere Seen und Wasserfälle.
Ich glaube ich bin jetzt schon in die Stadt verliebt!

Derzeit steht zwischen mir und meinem Auslandjahr nur noch das Visum, was sich allerdings auch bald regeln sollte.
Dazu kommt noch, dass ich meine Schule noch nicht kenne, aber auch das sollte sich bald regeln.

Ich melde mich wieder, wenn es etwas neues gibt!

Tschau,
            Miriem 

Dienstag, 10. Mai 2016

mein Auslandsjahr

Oi, o meu nome é Miriem. Tenho 15 anos. Moro em
Alemanha e sou do perto de Colônia.
Oder auch: Hallo, ich heiße Miriem, bin 15, lebe in Deutschland und komme aus der Nähe von Köln.

Der Grund, wieso ich diesen Blog schreibe, und das auch noch auf portugiesisch anfange, ist, dass ich im Schuljahr 2016/17 ein Auslandsjahr in Brasilien erleben werde.
Meine Austauschorganisation ist YFU ( http://www.yfu.de/home ).
Bei der Auswahl meiner Organisation, war mir nicht nur wichtig, dass es keine Firma ist, die nur an Gewinn interessiert ist, auch wollte ich die Möglichkeit haben, dass auf mich und meine Bedürfnisse eingegangen wird und ich ausführlich beraten werde.
Da bereits meine Schwester im Schuljahr 2012/13 ein Auslandsjahr mit YFU in den USA verbracht hat, und sehr zufrieden mit der Organisation war, habe ich mich nach kurzer Zeit dafür entschieden, auch die Organisation 'Youth for Understanding' als meine auszuwählen.
Bisher bin ich super zufrieden mit ihr, und rechne auch in Zukunft mit keinerlei Komplikationen.

Ich hatte mich für die USA, Costa Rica und Brasilien beworben.
Auch wenn Brasilien anfangs meine letzte Wahl war, bin ich nun sehr froh, dass ich in diesem Land für ein Jahr leben darf. Brasilien bedeutet für mich zu aller erst, eine komplett neue Kultur.
Ich bin unglaublich gespannt, wie viel von Vorurteilen, wie, dass Pünktlichkeit und Ähnliches sehr locker gesehen wird, überhaupt war ist. Des weiteren ist Portugiesisch eine neue Sprache für mich, welche ich in der Schule nicht lernen könnte. Ich bin froh, dass ich durch mein Auslandsjahr neben Englisch eine weitere Sprache fließend sprechen werden kann.

Während meines Auslandsjahres werde ich in einer Gastfamilie leben, und zur Schule gehen. Derzeit weiß ich leider noch nicht, wohin ich komme, aber warte gespannt auf die Zusage einer Gastfamilie.

Ich werde euch auf diesem Blog auf dem Laufenden halten, was die Vorbereitung und Organisation betrifft, und euch während meines Auslandsjahres regelmäßig Bericht erstatten.

Até a próxima!
(Bis Bald)

Miriem